En Steck Eefel fer desch – Die Apfelbaumpatenschaft

4.11.2020

Streuobstwiesen erhalten und Lebensräume schützen

Seit dem Frühjahr können Naturliebhaber im GesundLand Vulkaneifel eine Apfelbaumpatenschaft bei Leo Lenerz vom Scheunencafé Gillenfeld übernehmen und das Apfeljahr bei Frühjahrsschnitt, Apfelernte und Keltern hautnah miterleben. Jeder Apfelbaumpate trägt aktiv zum Erhalt der Streuobstwiesen bei und sichert unzähligen Tier- und Pflanzenarten ihren Lebensraum im Vulkanland. Im Interview erklärt Leo Lenerz, was die Apfelbaumpatenschaft ausmacht und wie er zum Obstanbau kam.

Herr Lenerz, seit Anfang des Jahres kann man Pate einer ihrer Apfelbäume werden. An wen richtet sich die Patenschaft?

L. Lenerz: Ich denke, dass vor allem umweltbewusste, nachhaltigkeitsliebende und naturverbundene Menschen Freude an der Patenschaft haben. Sie eignet sich aber auch sehr gut als Geschenk für alle, die die Natur besonders schätzen und lieben, oder für diejenigen, die die Natur neu für sich entdecken möchten.

Was macht die Apfelbaumpatenschaft zu einem nachhaltigen Projekt?

L. Lenerz: Die Streuobstwiesen sind ein wertvoller Bestandteil der Kulturlandschaft in der Vulkaneifel und bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum. Durch die finanziellen Mittel der Patenschaft können neue Bäume gepflanzt und die bereits bestehenden Bäume gepflegt werden. Somit trägt jeder Pate aktiv zum Erhalt dieses schützenswerten Ökosystems bei.

Wachsen auf Ihren Streuobstwiesen andere Apfelsorten als die, die im Supermarkt zu kaufen sind?

L. Lenerz: Ja, denn bei mir wachsen alte Sorten, die an das Klima der Eifel angepasst sind, wie z.B. der Eifeler Rambour, der Bohnapfel oder der Trierer Weinapfel. Diese alten Sorten sind resistent gegen Obstbaumkrebs und können auch mit längeren Trockenperioden, wie wir sie dieses Jahr hatten, gut umgehen. Den Eifeler Rambour esse ich persönlich am liebsten, denn er ist säuerlich und hat festes Fruchtfleisch.

Was lernen die Apfelbaumpaten auf der Streuobstwiese?

L. Lenerz: Das ist nicht so leicht zu beantworten, da die Patenschaft noch am Anfang steht. Ich bin mir aber sicher, es wird schön für die Paten sein, zuzusehen, wie der eigene Baum wächst und schließlich Äpfel vom eigenen Baum zu ernten und zu essen. Jeder Pate lernt den Umgang mit der natur. Die Ernte und das gemeinsame Keltern ist natürlich ein besonderes Naturerlebnis, das man so nicht überall bekommt - in der Stadt sowieso nicht. Denn dann sieht man das Ergebnis seiner Arbeit.

Man merkt Ihnen an, dass Sie beim Obstanbau voll in Ihrem Element sind. Aber wie kamen Sie überhaupt zu der Bewirtschaftung der Apfelbäume?

L. Lenerz: Ganz ehrlich? Ich kenne es gar nicht anders. Schon mein Vater hat die Bäume gesetzt und wir haben gemeinsam Saft gemacht. Ich habe das Ganze übernommen und etwas ausgeweitet. Nach dem Tod meines Vaters habe ich 5 Jahre ausgesetzt. Aber als ich die voll hängenden Apfelbäume sah, musste ich irgendwann einfach wieder loslegen. Es ist sonst zu schade um das Obst!

In welcher Form mögen Sie Äpfel denn am liebsten?

L. Lenerz: Das ist eine gute Frage. Ich trinke Sie gerne! Apfelsaft und Viez sind schon toll, aber Glühviez ist mein persönlicher Favorit!

Haben Sie zum Schluss noch einen Tipp, was man im eigenen Garten für die Arten- und Pflanzenvielfalt tun kann?

L. Lenerz: Das ist gar nicht so schwer: Auf Schottergärten verzichten, ein Insektenhotel bauen - das passt in kleiner Version sogar auf jeden Balkon - und einfach nicht so reinlich sein. Jeder Laubhaufen schafft einen Lebensraum.

 

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Jeder Pate erhält:

  • Baum mit personalisiertem Namensschild
  • persönliches Zertifikat über die Patenschaft
  • jährlich eine 6er Kiste mit wahlweise Apfelsaft, Viez oder Glühviez
  • die Möglichkeit, beim Frühjahrsschnitt, der Apfelernte und dem Keltern mitzumachen
  • u.v.m

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