Lebendige Geschichte

Die Manderscheider Burgen nehmen Sie mit auf eine Reise durch die Zeit

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Burgfräulein huschen in langen Gewändern durch die engen Gänge, Ritter schreiten mit ihren schweren Kettenhemden die Stufen hinauf, Pferde schnaufen im Hof – schließen Sie die Augen und begeben Sie sich auf eine spannende Zeitreise ins Mittelalter. In den Gemäuern der Manderscheider Burgen wird die Vergangenheit lebendig.

Ruhig und idyllisch präsentiert sich der kleine Ort Manderscheid – aber das war nicht immer so.  Ober- und Niederburg, nur einen Steinwurf voneinander entfernt, standen sich viele Jahre feindlich gegenüber. Dort, wo Sie jetzt wandern und genießen, trafen einst die Herrschaftsbereiche des Kurfürsten von Trier und der Manderscheider Grafen aufeinander. Es kämpften das Kurfürstentum Trier und das Herzogtum Luxemburg gegeneinander. Nur das enge Liesertal trennte die beiden Burgen voneinander.

Viele Stufen zur Oberburg

Die Oberburg befindet sich auf einer abgeflachten Bergspitze. Ihre Entdeckungstour beginnt deshalb mit vielen Stufen. Oben angekommen, werden Sie mit einem atemberaubenden Blick über Manderscheid und das Liesertal belohnt. Wie heute noch an den Ruinen zu erkennen ist, besaß die Burg eine fast dreieckig angelegte Außenmauer und einen fünfstöckigen Bergfried. Inzwischen können Sie diesen Turm wieder betreten, die Treppen im Inneren hinaufsteigen und auf die Niederburg hinunterschauen. Mit ein wenig Fantasie können Sie erahnen, was für ein Feuerkessel das enge Liesertal im Mittelalter war. Überall lauerten Gefahren.

Die Niederburg – ein geschichtsträchtiger Herrschaftssitz

Im 12. Jahrhundert regierten in der Niederburg die Herren von Manderscheid. Im Mittelalter waren sie ein bedeutendes Adelsgeschlecht. Unter Wilhelm V. wurde die bis dahin eher überschaubare Burg zu einem prachtvollen Herrschaftssitz mit Befestigungsanlagen ausgebaut – das sehen Sie bei Ihrem Besuch noch heute.

1457 wurde Dietrich III. von Manderscheid der Reichsgrafentitel verliehen. Er hatte drei Söhne, denen er je einen Teil seines ursprünglichen Herrschaftsgebietes vererbte. Nach seinem Tod teilte sich das Manderscheider Geschlecht so in die Linien Manderscheid-Kail (Sohn Wilhelm), Manderscheid-Schleiden (Sohn Cuno) und Manderscheid-Blankenheim (Sohn Johann). Die Niederburg verfiel, da sie nicht mehr bewohnt wurde. Als letzte aus der Linie Manderscheid-Blankenheim regierte Gräfin Augusta, bevor sie mit ihrer Familie 1794 vor den herannahenden französischen Truppen auf die Ländereien ihres Ehemannes, des Grafen von Sternberg, nach Böhmen fliehen musste. Die Burg wurde von den Franzosen zerstört.

Die Ruine der Niederburg ging 1899 in den Besitz des Eifelvereins über, seit 2018 gehört sie der Stadt Manderscheid.

Alle Informationen zu Öffnungszeiten und Eintrittspreisen finden Sie hier:

Manderscheider Burgenfest

Schwerter klappern, Hufe trappeln und Gaukler treiben ihren Schabernack. Im August verwandeln sich die Manderscheider Burgen in einen mittelalterlichen Schauplatz. Ritter kämpfen um die Gunst der Burgfräulein, Herrscher streiten sich ums Territorium.

Dies ist der Höhepunkt des Historischen Burgenfestes auf der Niederburg Manderscheid, das jedes Jahr Ende August stattfindet. Hier werden die schönen und fröhlichen Seiten des Mittelalters wiederbelebt und ziehen jeden Sommer tausende Besucher in ihren Bann. Bänkelsänger, Gaukler oder Handwerker zeigen ihr Geschick und ihre Künste, mittelalterliche Musikgruppen geben ihr Bestes – ein farbenfrohes Spektakel.

Das nächste Historische Burgenfest auf der Niederburg und der Turnierwiese findet am 24. und 25. August 2019 statt.

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