Neuer Parcours: Aktiv und gesund rund um Wollmerath

25.10.2019

Von Station zu Station sportlich auspowern

Seit September gibt es eine weitere Möglichkeit im GesundLand Vulkaneifel mit der man sich in der Natur gesund und fit kann. Die Dorfbewohner von Wollmerath haben in mühevoller Eigenarbeit eine Art Trimm-dich-Pfad rund um ihren Ort installiert. Der "Aktiv-Gesund-Parcours" umfasst 14 Stationen, die dazu einladen, sich in der schönen Umgebung der Vulkaneifel zu bewegen und sportlich zu betätigen. Die Stationen fordern Kraft, Ausdauer und Koordination - somit bleibt der ganze Körper in Schwung!

Auf einer Strecke von insgesamt 6,3 Kilometern verläuft der Parcours ausgehend vom Sportplatz bis zum Wollmerather Kopp und von dort zurück in den Ort. Hier kann jeder sein eigenes Tempo wählen: Egal ob gelaufen, gewalkt oder spaziert, Sportinteressierte jeden Alters können sich in der Natur an der frischen Luft bewegen und gemeinsam trainieren und sporteln.

Das musste ich mir auch mal näher ansehen und habe mich auf den Weg nach Wollmerath gemacht, um mich selbst mal am Aktiv-Gesund-Parcours zu probieren. Die erste Station ist direkt oben am Sportplatz, wo man auch gut das Auto abstellen kann für die Zeit, in der man unterwegs ist. Los geht's mit aufwärmen. Auch vor kleineren Sporteinheiten muss der Körper erst warm werden, um die Durchblutung zu fördern und Verletzungen vorzubeugen. Also beginne ich, die Arme zu strecken, sie locker hin und her schwingen zu lassen und in die Rumpfbeuge zu gehen. Bei den Übungen kann man auch nichts falsch machen, denn an jeder Station steht eine Tafel, die die Übung gut erklärt und obendrein noch bildlich darstellt. Wer noch nicht so fit ist, kann sich an die Anweisungen für "Anfänger" halten. Wen das nicht genug fordert, der geht den Anweisungen für "Sportler" nach.

Direkt am Sportplatz folgt dann die erste "richtige" Übung: Situps für die Anfänger und Hyperextension für die Sportler. Ich bleibe mal bei den Situps, denn sie sind eine gute Möglichkeit, um die Bauchmuskeln zu trainieren. An der Station stehen zwei niedrige Balken bereit, die für die Übung benötigt werden. Unter dem einen Balken verkeile ich meine Füße, auf dem anderen nehme ich Platz. Anschließend muss man den Oberkörper heben und senken. Durch die verkeilten Füße ist sichergestellt, dass man die Übung richtig macht. 3 mal 15 Wiederholungen - dann geht es weiter.

Auf einem Feldweg geht es bis zur nächsten Station. Liegestütz oder Trizepsdip. Hierfür wird nur ein einfacher Balken benötigt, der dafür sorgt, dass man die Hände nicht im Dreck abstützen muss. Die Liegestütze trainieren den Bizeps, der Trizepsdip, wie der Name schon vermuten lässt, den Trizeps. Ich probiere es mit dem Trizepsdip - die 2 mal 5 Wiederholungen klappen ganz gut.

An der nächsten Station steht nur ein Schild, denn hier braucht man keine Hilfsmittel. Klassische Kniebeugen trainieren Kraft und Ausdauer, die Muskeln im Oberschenkel und im Po werden gestärkt. Und auch wenn sie so leicht aussehen, ich bin mir sicher, diese Übung wird für ein wenig Muskelkater sorgen...

Auch die vierte Station kommt ohne Hilfsmittel aus. Hier wird mit dem Ausfallschritt wieder die Kraft in den Beinen gefordert. Auf der Tafel ist alles erklärt: einfach die Beine Grätschen und nacheinander das Körpergewicht vom einen auf das andere Bein verlagern. Das kann ganz schön in die Beine gehen! Nach fünf Wiederholungen geht es weiter.

Jetzt führt der Weg Richtung Wald. Das ist gut, denn obwohl es schon herbstlich ist, scheint die Sonne noch ganz schön warm vom Himmel. Im Wald steht eine Art Klettergerüst. Hier ist die nächste Station. Am Klettergerüst geht es darum, sich von Sprosse zu Sprosse zu hangeln und dabei die Muskeln im Oberkörper zu trainieren. Das ist gar nicht so einfach! Trotzdem probiere ich es auch noch rückwärts - das ist noch etwas schwieriger, aber ich schaffe es. Das hangeln war bis jetzt eine der anstrengendsten Stationen!

Anschließend führt der Weg wieder aus dem Wald heraus und ein Stück durch Wollmerath hindurch. Am Ortsrand von Wollmerath befindet sich die nächste Station: die Treppe. Sie befindet sich an einem ansteigenden Feldweg. Von hier joggt oder sprintet man die Treppe hinauf bis zur nächsten Station, die nicht weit entfernt ist. Ich lege los und bin bei der Ankunft an der nächsten Station froh - das war schon sehr anstrengend! Ich mache eine kurze Pause, bevor ich mir die nächste Station ansehe.

Diese Station besteht aus zwei Elementen: ein mal aus einer kleinen Kletterwand und aus einer Stange. Die Kletterwand ist eine Freizeitbeschäftigung für Kinder. An der Stange kann die nächste Übung absolviert werden: der Liegezug. Dazu hält man sich mit beiden Händen an der Stange fest und lässt dann den Körper hängen. Die Aufgabe ist es dann, das eigene Körpergewicht nach oben zu ziehen. Das merke ich ganz schön in den Armen, vor allem nach dem die Übung am Hangeln, die noch nicht lange her ist.

Doch die Arme werden noch mehr gefordert: weiter geht es zur Klimmzugstange! Hier muss ich jetzt nochmal alle Kraftreserven in den Oberarmen moblisieren. 2x3 Wiederholungen stehen hier eigentlich für Anfänger auf der Tafel...doch ich schaffe leider nur eine. Klimmzüge sind echt schwer. Aber egal, ich gehe weiter, ein paar Stationen warten ja noch auf mich.

Richtung Wollmerather Kopp geht es nun in den Wald hinein. Am Balancierbalken ist nun die Koordination gefragt. Zuerst balanciere ich ein mal darüber, das klappt problemlos. Danach wird es aber etwas anspruchsvoller: wechselseitig über die Balken springen. Am Ende bin ich ein bisschen außer Atem, aber das Hüpfen hat Spaß gemacht.

Drei Station folgen noch. Auch bei der nächsten dreht es sich Hüpfen und Koordination. Beim Froschhüpfen geht es darum, in gehockter Position über die Balken zu springen. Das ist auch anstrengender, als man es sich zuerst vorstellt. Und man muss etwas aufpassen, dass man hoch genug springt und nicht stolpert. Aber ich schaffe es unfallfrei.

Jetzt habe ich den Parcours fast geschafft. Dehnung ist zum Schluss noch wichtig. Bei der Absatzbeuge dehnt man die Beinmuskeln, und an der letzten Station sind Dehnungsübungen für den ganzen Körper angegeben. Um die Durchblutung und die Beweglichkeit zur fördern führe ich alle Übungen aus. Das hilft auch wunderbar, um nach den anstrengenden Sporteinheiten runterzukommen und durchzuatmen. Ich fühle mich ein wenig erschöpft, aber der Parcours hat auch sehr viel Spaß gemacht! Er ist eine sehr schöne Möglichkeit, sich in der Natur fit zu halten - vor allem bei schönem Wetter motiviert das doppelt, ein wenig Sport zu treiben. Zusätzlich bekommt man noch die schönsten Ecken des kleinen Dörfchens Wollmerath und, an der letzten Station, den einzigartigen Wollmerather Kopp zu sehen, der von der vulkanischen Vergangenheit der Gegend zeugt. Für mich war es eine der schönsten Sporteinheiten seit Langem und ich fühle mich gut damit, mich ausgepowert zu haben.

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