Heimat im Verkaufsregal – Regionale Produkte aus dem Herzen der Vulkaneifel

26.03.2021

Regionale Produkte aus dem Herzen der Vulkaneifel

Im GesundLand Vulkaneifel reihen sich grüne Wiesen an weite Felder, dichte Wälder an blaue Maarseen und uraltes Vulkangestein an munter sprudelnde Bäche. Doch die Natur in der Region ist nicht nur ein Paradies für Wanderer und Naturliebhaber, sondern auch eine wertvolle Ressource, die es zu schätzen und zu schützen gilt. Zwei Betriebe, die das natürliche Potential der Landschaft erkannt haben, bringen Heimat ins Verkaufsregal: der Ulmenhof in Sarmersbach und Dreiser Sprudel bei Dreis-Brück.

EIN WETTERCHEN ZUM EIERLEGEN

Die Sonne scheint an diesem Morgen hell vom wolkenlosen Himmel. Hier und da hält sich ein Tautropfen noch wacker am Grashalm. Die Hühner sind schon lange auf den Beinen. Neugierig wackeln sie durch das satte grüne Gras und halten Ausschau. Ein Regenwurm, ein Käfer, ein Körnchen? Die Hühner sind nicht wählerisch und picken zu, wenn sich etwas findet – und glucksen danach zufrieden.

Hier im Hühnermobil des Ulmenhofs in Sarmersbach fühlen sich die Hühner pudelwohl. Denn von Woche zu Woche fährt das Mobil eine Wiese weiter und ermöglicht den Zweibeinern somit immer wieder aufs Neue frisches Gras und viel Auslauf – jeden Tag. Der an den Auslauf angeschlossene mobile Stall verfügt über Fenster, die viel Licht einlassen und einen Scharraum, der auch bei ungemütlichem Wetter Zuflucht bietet. „Die Hühner sind mit diesem Stall wirklich bestens versorgt“, sagt Michael Kneißl.

Michael Kneißl und seine Familie bewirtschaften gemeinsam den Ulmenhof in Sarmersbach. Der Hof liegt in einem idyllischen Seitental mitten im GesundLand Vulkaneifel. Landwirtschaft heißt hier: 35 Angler Rotviehkühe, 90 Milchziegen und Hühnerhaltung in vier Mobilställen. Darüber hinaus werden überwiegend seltene Getreide- und Kartoffelsorten angebaut. Der Ulmenhof hat sich der biologisch-organischen Landwirtschaft verschrieben. Dadurch soll der Boden gepflegt und langfristig dessen Fruchtbarkeit erhalten werden. Es wird fast ausschließlich Biofutter verfüttert, chemisch-synthetische Mittel für den Pflanzenschutz sind ebenso wenig erlaubt wie leichtlösliche Mineraldünger. Umwelt- und Tierschutz stehen beim Biolandbau im Fokus. Zwar können mit der biologisch-organischen Landwirtschaft nur 75-85% der Ertragsleistung einer konventionellen Landwirtschaft erreicht werden. Doch im Gegenzug trägt der Biolandbau zum Erhalt der Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren sowie zu einer erhöhten biologischen Aktivität im Boden bei.

DER BIOHOFLADEN ULMENHOF: VIELFALT IM VERKAUFSREGAL

Wer als Bioland-Mitglied Produkte herstellt, muss sich an bestimmte Richtlinien halten. Diese unterscheiden sich je nach Produktgruppe: Für Fleischerzeugnisse gelten andere Regeln wie für Brot- und Backwaren oder Obst und Gemüse. Zutaten, Verarbeitungshilfsstoffe und Verpackung sowie Lagerung und Transport unterliegen strengen Richtlinien. Das Ergebnis: qualitativ erstklassige Lebensmittel, die aus hochwertigen Rohstoffen durch schonende Verarbeitung entstanden sind.

Davon kann man sich im BioHofLaden Ulmenhof persönlich überzeugen. Käseliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten. Die Angler Rotviehkühe und die Milchziegen liefern ausgezeichnete Milch für Feta, Frischkäse, Molke, Buttermilch, Ziegen- und Kuh-Schnittkäse. Neben zugekauften Bioprodukten wie Ölen, Backwaren und Säften bietet Anna-Maria Kneißl in ihrem Laden auch Kartoffeln, Schweine- und Rindfleisch, Geflügel und Wurst aus eigener Produktion an. Und das wird geschätzt: Laut Lesern des Naturkostmagazins „Schrot&Korn“ gehört der BioHofLaden des Ulmenhofs zu den besten Bio-Läden in Deutschland, was den Gesamteindruck angeht.

Seit kurzer Zeit ist das Angebot in dem ausgezeichneten Bio-Laden um eine Köstlichkeit reicher: Echte GesundLand-Eier füllen seit kurzem die Regale.  Bei den GesundLand-Bio-Eiern kann man echte Natur probieren. Inmitten der grünen Wiesen und der unberührten Landschaft der Vulkaneifel fühlen sich die Hennen vom Ulmenhof pudelwohl, und das schmeckt man auch. Eidotter in einer satten, gelben Farbe und ein volles Aroma zeichnen diese Bioeier aus.

HÜHNERHALTUNG LEICHT GEMACHT

Auch in den eigenen Garten kann die Hühnerhaltung ein Flair von Landleben bringen. Das glücklich scharrende Federvieh vermittelt ein Gefühl der Idylle und liefert Freilandeier aus dem eigenen Garten. Die Haltung ist dabei im Vergleich mit anderen Nutztierarten relativ einfach zu bewerkstelligen. Die Hühner brauchen einen Stall und einen Auslauf, der genug Platz bietet. Wer vermeiden möchte, dass sich der Rasen durch die Tiere in eine braune, karge Fläche verwandelt, muss jedoch ein großes Gelände zur Verfügung haben, denn dann muss mit mindestens 30 Quadratmetern pro Tier gerechnet werden. Ein Zaun stellt sicher, dass die Hühner nicht davonflattern. Deswegen muss er, je nach Rasse, eine Höhe von ein bis zwei Metern haben. Obstbäume und Sträucher spenden nicht nur Schatten, sondern schützen die Hühner auch vor Raubvögeln. Im Freien haben die Zweibeiner außerdem die Gelegenheit zu einem regelmäßigen Sandbad, welches der Körperpflege dient.

Auch der Hühnerstall muss keinen hohen Anforderungen genügen. Er braucht in erster Linie Licht, Luft und Sonne. Er bietet auch bei schlechtem Wetter Zuflucht und nachts ein verschließbares Schlupfloch, welches das Eindringen von Feinden verhindert. Sitzstangen ermöglichen einen gemütlichen Schlaf. Bei Wasserbehältern und Futtertrögen sollte täglich auf Sauberkeit geachtet werden. Der Stall an sich benötigt wöchentlich eine Reinigung.

ERFRISCHENDES GESCHENK DES VULKANISMUS

Doch nicht nur landwirtschaftliche Erzeugnisse gedeihen in der einzigartigen Natur der Vulkaneifel besonders gut. Auch Mineralwasser ist ein Geschenk dieser Landschaft. Bis vor 10.000 Jahren war der Vulkanismus in der Eifel aktiv – und hat die Landschaft auf seine Weise geprägt. Die Überbleibsel dieser Zeit bestehen nicht nur aus den tiefblauen Maarseen oder einer großen Menge natürlich vorkommenden Lavagesteins. Auch die natürliche Kohlensäure im Mineralwasser verdanken wir dem abklingenden Vulkanismus. Wenn Magma tief unter der Erdoberfläche erstarrt und erkaltet, dann entsteht Kohlenstoffdioxid. Wenn das freigesetzte Gas durch die Erdschichten emporsteigt und auf Wasser trifft, so nimmt das Wasser das Kohlendioxid auf und bindet es als Kohlensäure.

Dieses Geschenk der Natur gibt der Dreiser Sprudel weiter. Dreiser trägt seine Heimat bereits im Namen: Die Quelle entspringt am Dreiser Weiher bei Dreis-Brück am Fuße des Döhmbergs in der Nähe von Daun. Wasser gibt es am Dreiser Weiher jedoch keines mehr. Das Trockenmaar ist zwar einer der größten Maarkessel der Eifel, er wurde jedoch zu Beginn des 19. Jahrhunderts trockengelegt.

AUS DER TIEFE IN DEN KÜHLSCHRANK

Dreiser Sprudel verwandelt die Kraft des Vulkanismus in die Kraft der Mineralien. Ein Liter deckt bereits mehr als die Hälfte des täglichen Magnesiumbedarfs und fast ein Fünftel des Calciumbedarfs. Damit ist das Wasser aus der Eifel ein wichtiger Nährstoffquell für den Körper.

Der Körper braucht Calcium für die Bildung von Knochen und Zähnen. Es ist außerdem an der Muskelkontraktion beteiligt und für die Blutgerinnung erforderlich. Wenn der Mensch nicht genug Calcium bekommt, entnimmt sich der Körper das fehlende Calcium aus den Knochen, wodurch diese geschwächt werden. Um das zu verhindern, braucht der Körper 1000 bis 1500 Milligramm Calcium. Der Organismus kann auf Calcium ebenso wenig verzichten wie auf Magnesium – diese beiden halten sich gegenseitig in Schach. Denn Magnesium reduziert die Calciumaufnahme in den Muskelzellen und entspannt somit die Muskulatur. Deswegen treten bei Magnesiummangel häufig Krämpfe und Verspannungen auf. Außerdem ist Magnesium für mehr als 300 Stoffwechselvorgänge von großer Bedeutung und hilft, Nerven und Hirnfunktionen zu steuern.

DIE MENGE MACHT‘S

Im Mineraliengehalt steht dabei kohlensäurehaltiges Wasser dem stillen Wasser in nichts nach. Sprudelndes Wasser hat den Vorteil, dass es meist für mehr Erfrischung sorgt und durch die Kohlensäure eine leicht keimhemmende Wirkung hat. Dadurch wird das Wasser auch länger haltbar. Stilles Wasser ist jedoch gerade bei empfindlichem Magen oder für Babys bekömmlicher. Wichtig ist neben dem Mineraliengehalt des Wassers die Menge, die täglich aufgenommen wird. Eineinhalb Liter am Tag ist das absolute Minimum. Besser sollte man jedoch zwei bis zweieinhalb Liter täglich trinken. Wenn zu wenig Wasser getrunken wird, werden Nährstoffe und Hormone nicht mehr transportiert. Die Körpertemperatur kann nicht reguliert werden und der Stoffwechsel wird gestört. Die Folgen sind vielfältig: Mit Müdigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen und Konzentrationsschwäche macht sich der Wassermangel schnell bemerkbar. Muskelkrämpfe und Gelenkschmerzen können ebenso Begleiterscheinungen sein.

Vor allem ältere Menschen und Büroangestellte trinken über den Tag verteilt zu wenig. Häufig gerät das Trinken einfach in Vergessenheit. Manchen fällt das trinken leichter, wenn die Getränke Geschmack haben oder gesüßt sind, wie zum Beispiel bei Säften oder Limonaden. Diese sollte man aber wirklich nur in Maßen zu sich nehmen, da sie sehr viel Zucker enthalten und den Durst oft vergrößern, anstatt ihn zu löschen.

Wer für den Sommer eine erfrischende Abwechslung sucht, der sollte Cocktails auf Mineralwasserbasis probieren. Mit leckeren Beeren, frischem Gemüse oder kühlendem Joghurt und prickelndem Sprudelwasser ist Erfrischung garantiert.

Autor: Valerie Schneider

 

 

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