Die blauen Augen der Eifel

Die Maare im GesundLand Vulkaneifel

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Was vor Tausenden von Jahren durch mächtige Naturgewalten entstand, ist heute an Schönheit kaum zu überbieten. Zwölf Maare, die mit Wasser gefüllt sind, machen die Vulkaneifel zu einer einzigartigen und farbenprächtigen Naturkulisse. Das glasklare Wasser funkelt in der Sonne, die Wolken spiegeln sich auf der Oberfläche. Lernen Sie diese magischen Orte bei einer Wanderung am Ufer kennen – und in manchen Vulkankratern dürfen Sie auch baden und schwimmen.

So herrlich wie heute sah die Eifel vor tausenden Jahren nicht aus. Was heute idyllisch und malerisch wirkt, war einst pure Gefahr: Die Erde war ununterbrochen in Bewegung, klaffte auseinander und schob sich auf. Der Geruch von Schwefel und Rauch lag in der Luft. An einigen Stellen stieg das im Erdinneren erhitzte und flüssig gewordene Magma langsam nach oben. Traf dieses heiße Gestein nun auf eine wasserführende Erdschicht, verdampfte das Wasser schlagartig. Die Folge waren Explosionen von so gewaltigen Ausmaßen, dass sie das Landschaftsbild nachhaltig veränderten. Die Maare wurden geboren.

Im Laufe der vielen Jahrtausende veränderten sie ihr Aussehen. Manche der entstandenen Trichter füllten sich mit Regen und Grundwasser und wurden so zu Maarseen. Manche verlandeten wieder, andere blieben von Anfang an trocken. Heute gibt es in der Vulkaneifel über 70 wissenschaftlich nachgewiesene Maare. Zwölf davon sind mit Wasser gefüllt.

 

Dauner Maare

Wie an einer Perlenkette aufgereiht liegen das Schalkenmehrener, das Gemündener und das Weinfelder Maar nebeneinander. Entstanden sind die drei Maare vor 20.000 bis 30.000 Jahren. Heute ist das gesamte Umfeld ein Naturschutzgebiet und ein wahres Eldorado für Naturfreunde, Erholungssuchende und Wanderer. Verschiedene Wanderwege führen direkt an den Ufern vorbei. Wer etwas Ausdauer mitbringt, kann problemlos alle drei Maare umrunden und entdecken, wie unterschiedlich sie trotz der räumlichen Nähe sind. Ein besonderes Erlebnis ist ein Bad in einem der Vulkankrater. Möglich ist dies am Schalkenmehrener und am Gemündener Maar, dort gibt es Naturfreibäder.

Trautzberger Maar

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Besuchen Sie mit dem Trautzberger Maar den kleinsten Vulkansee der Eifel! Viele Jahre war das Maar ein Trockenmaar, bis es im Jahr 2014 wiedervernässt wurde. Dadurch konnte sich die Flora und Fauna in der direkten Umgebung erholen. Anders als viele andere Maare der Eifel ist das Trautzberger Maar nicht von Waldbestand umgeben, sondern liegt klein und fein inmitten blumenbestandener Wiesen. Von der Bank auf der kleinen Anhöhe haben Sie einen wunderschönen, ruhigen Blick über den kleinen Maarsee und das Tiefenbachtal. 

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Meerfelder Maar

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Den schönsten Blick über das Meerfelder Maar haben Sie vom Aussichtsturm Landesblick. Sie schauen auf den rund 200 Meter tiefer liegenden See, der in der Sonne funkelt. Er ist sanft eingebettet in den größten Vulkantrichter der Eifel. Mit welcher Kraft die Maare einst entstanden sind, wird am Wegesrand deutlich: Überall sind sogenannte Olivinbomben zu finden. Die rundlichen Gesteinsbrocken wurden beim Ausbruch des Meerfelder Vulkans ausgeworfen und dokumentieren bis heute eindrücklich, was sich einst dort abspielte. Übrigens: Im Sommer können Sie im Meerfelder Maar baden und angeln – ein ganz besonderes Erlebnis.

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Jungferweiher Ulmen

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Hören Sie mal genau hin: Hier zwitschern Vögel, die Sie sonst nur selten oder gar nicht hören. Das Gebiet rund um den Jungferweiher ist ein Paradies für die gefiederten Tiere. Daher wurde dort auch ein Vogelschutzgebiet eingerichtet. Das Maar gehört zu den ältesten und hat eine bewegte Geschichte. Wo heute Besucher den Blick auf das kristallklare Wasser genießen, schufteten die Menschen vor hunderten von Jahren sehr hart. Am Jungferweiher wurde damals Torf abgebaut, der zum Heizen genutzt wurde. Dadurch fiel das Maar zwischenzeitlich fast trocken. Aktuell wird der Rundweg um das Maar barrierefrei ausgebaut, sodass er bald auch für Rollstuhlfahrer geeignet sein wird.

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Windsborn Kratersee

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Genau genommen ist der Windsborn Kratersee kein Maar – auch wenn er früher so bezeichnet wurde. Hier hat sich der Trichter eines Vulkans im Laufe der Jahrtausende mit Wasser gefüllt. Anders als bei den Maaren hat es allerdings nie eine Wasserdampfexplosion gegeben. Der Windsborn Kratersee ist der einzige Kratersee nördlich der Alpen, der ständig mit Regenwasser gefüllt ist. An seinem Rand fühlen sich seltene Tiere und Pflanzen heimisch und sorgen für eine außergewöhnliche und märchenhafte Atmosphäre.

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Weinfelder Maar

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Eine geradezu melancholische Atmosphäre umgibt das Weinfelder Maar. Viele Sagen ranken sich um das stille Eifelauge. So soll einst ein Schloss an der Stelle des Kraters gestanden haben, in dem ein Graf mit seiner Gemahlin und seinem einzigen Kind lebte. Nach der Heimkehr von einer Jagd war das Schloss zur Strafe für die Garstigkeit der Frau versunken und er fand nur noch einen See vor, auf dem eine Wiege sein Kind wie durch ein Wunder wohlbehalten ans Ufer trieb. Betrachtet man nur lange genug die dunkle Wasseroberfläche, so heißt es, kann man die Umrisse des Schlosses erkennen.

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Ulmener Maar

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Dass die Vulkane auch heute noch aktiv sind, zeigt sich am Ulmener Maar. Es ist mit einem Alter von rund 11.000 Jahren das mit Abstand jüngste Maar. Am Rand des Gewässers entdecken Sie kleine Blasen, die aus der Tiefe aufsteigen – ein Zeichen für aktiven Vulkanismus. Wenn Sie dort wandern, machen Sie doch auch einen Abstecher zur Ulmener Burgruine und wandeln Sie auf den Spuren mittelalterlicher Ritter.

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Pulvermaar

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Das Pulvermaar ist ein Maar wie aus dem Bilderbuch. Fast kreisrund und eingebettet in steile Buchenhänge liegt es da wie ein kleines Paradies. Wer hierherkommt, taucht ein in eine Welt, die stillzustehen scheint. Das blaue Wasser und die Natur haben eine beruhigende und zugleich belebende Kraft. Das Pulvermaar zählt zu den tiefsten Seen Deutschlands. Im Sommer dürfen Sie dort auch baden.

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Holzmaar

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Bei einem Spaziergang um das Holzmaar werden Sie die Bojen bemerken, die auf dem Wasser treiben. Sie dienen wissenschaftlichen Zwecken, denn an diesem Maar wird aktuell geforscht. Der See entstand vor rund 40.000 Jahren. Damit ist er jünger als seine Geschwister, das Hitsche Maar und das Dürre Maar, die beide trocken sind. Seinen Namen verdankt das Holzmaar der einstigen Nutzung: Vor ein paar hundert Jahren trieb das Wasser nämlich eine Holzmühle an, die das Überleben der Bewohner sicherte.

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Schalkenmehrener Maar

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Das älteste der drei Dauner Maare entstand vor rund 20.000 bis 30.000 Jahren. Ursprünglich war es in seiner Form wohl noch beeindruckender, denn an den heutigen westlichen Maarsee schloss sich ein weiteres Maar an. Beim Ausbruch war ein Doppelmaar entstanden. Doch der östliche Trichter wurde durch die Tuffe des westlichen Maares wieder aufgefüllt und vollständig bedeckt. Es versumpfte mit der Zeit. In diesem Teil hat sich eine großartige Flachmoorvegetation entwickelt, Weiden geben diesem Bereich einen ländlichen Charme. Pfeifengraswiesen und Seggenriede bieten Lebensraum für verschiedene seltene Tierarten, insbesondere feuchtland- und wassergebundene Vogelarten. Auch am Ufer und den Hängen präsentiert sich ein lebendiges Schauspiel: Auf den Weiden rings herum weiden Herden von Ziegen und Schafen – Eifler Landschaftspflege der besonderen Art. 

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Gemündener Maar

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Kommt man zu Fuß vom Weinfelder Maar über den Eifelsteig, so öffnet sich der Blick von oben auf das 150 Meter tiefer liegende Maar - eine atemberaubende Szenerie in dunkelblau und frischem Grün. Im Herbst scheint der Wald bunt zu leuchten, zwischen Laub und Holz gedeihen faszinierende Pilze.

Mit etwa 7 Hektar Wasserfläche ist das Gemündener Maar das kleinste der drei berühmten Eifel-Augen. Außerdem ist es mit 416 Meter üNN am tiefsten in die vulkanische Landschaft rund um Daun eingebettet. Tief lässt das klare Wasser blicken, doch bis zum Grund auf 39 Meter reicht es nicht. 

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Natur- und Geopark Vulkaneifel

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Wenn Sie mehr über die Maare erfahren möchten, finden Sie auf der Seite des Natur- und Geoparks weitere Informationen.

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