Maar im GesundLand Vulkaneifel
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Trautzberger Maar

Versteckt liegt das renaturierte Trautzberger Maar in der Nähe des gleichnamigen Örtchens und erstrahlt im neuen Glanz. 

Vor mehr als 20.000 Jahren explodierte hier die Erde mit einem lauten Knall und ließ einen tiefen Krater zurück, der einen Trichterdurchmesser von rund 270 Meter und eine Trichtertiefe von 20 bis 25 Metern hatte. Er füllte sich langsam mit Wasser und wurde so zum Maarsee.

Anfang der 1960er Jahre legte man das Feuchtgebiet jedoch im Rahmen der Flurbereinigung nach und nach trocken, um zusätzliche landwirtschaftliche Nutzflächen zu schaffen. Der See entwickelte sich zum Trockenmaar.

In den letzten Jahren laufen die Entwicklungen jedoch wieder in eine andere Richtung. Bewusst hat man sich zur Wiedervernässung entschieden, um die natürliche Umgebung wiederherzustellen. Dazu wurden im Sommer des Jahres 2014 umfangreiche Arbeiten durchgeführt: ein kleiner Damm wurde gebaut und der vorbeiführende Wirtschaftsweg wurde gegen Erosion gesichert. Am wichtigsten war jedoch die Kappung der Drainagen, die bisher für den reibungslosen Abfluss des Wassers im Maarkessel gesorgt hatten.
Nun kann sich das Maar wieder mit Wasser füllen. Dies nimmt aber viel Zeit in Anspruch, da der Maarsee nicht durch einen eigenen Bach gespeist wird, sondern auf Grundwasser und Niederschlag angewiesen ist. Die maximale Wassertiefe wird dann voraussichtlich auch nur rund 2 Meter betragen, sodass abzuwarten bleibt, ob die Wasserfläche in ihrer derzeitigen Form erhalten bleibt oder ob das kleine Maar erneut verlandet.

Durch die Renaturierung ist für eine an nasse Lebensräume angepasste Flora und Fauna die Möglichkeit gegeben, sich das Areal zurückzuerobern und es zu bevölkern. Die Tiere und Pflanzen werden darin unterstützt, indem man im Juni 2011 das 185 Meter große Naturschutzgebiet „Wartgesberg, Alfbachtal bei Strohn, Braunebachtal bei Mückeln und Trautzberger Maar“ auswies.

Parken:

Einige Parkplätze finden sich in der Ortslage Trautzberg. Von hier aus sind es nur wenige Fußminuten bis zum Rand des Maares.


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