Luftbild der drei Dauner Maare
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Dauner Maare

Sie sind wohl die berühmtesten „Augen der Eifel“ – die drei Maare um Daun. Wie Perlen aufgereiht liegen Schalkenmehrener, Gemündener und Weinfelder Maar (auch Totenmaar genannt) nebeneinander.

  • © GesundLand Vulkaneifel
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Vor tausenden von Jahren erschütterten gewaltige Eruptionen die Vulkaneifel. Magma und Grundwasser trafen in der Tiefe unterirdisch aufeinander. Die Folge waren gewaltige Explosionen, die tiefe Trichter in die Erde rissen. Als diese Trichter sich dann im Laufe der Jahre mit Wasser füllten, entstanden die Maare, die die Eifeldichterin Clara Viebig einst „Augen der Eifel“ taufte.

Still und ruhig liegen die bis heute wassergefüllten Dauner Maare südlich von Daun da. Vor rund 20.000 bis 30.000 Jahren entstanden nacheinander das Schalkenmehrener, das Weinfelder und das Gemündener Maar. In dem Gebiet, das seit 1984 unter Naturschutz steht, finden sich auf engstem Raum verschiedene Arten von Maaren. Während das Gemündener Maar und das Weinfelder Maar tiefe nährstoffarme Seen sind, ist das Schalkenmehrener Maar mit 11 Metern Tiefe durchgehend eher flach und in seinem östlichen Teil sogar zum Trockenmaar verlandet.

Flora und Fauna haben im Schutzgebiet eine neue Heimat gefunden. Seltene Libellenarten wie die Gemeine Smaragdlibelle, die Glänzende Binsenjungfer oder die Speer-Azurjungfer und Vogelarten wie Haubentaucher und Knäkente fühlen sich besonders am Schalkenmehrener Maar wohl. Das Weinfelder Maar bekommt jedes Jahr im Mai einen ganz besonderen Rahmen. Dann blüht der Besenginster, im Volksmund wegen seiner leuchtend gelben Farbe auch Eifelgold genannt, und schafft eine ganz besondere Atmosphäre.

Am schönsten präsentieren sich die Dauner Maare bei einer Wanderung. Die Wanderstrecke kann auf verschiedenste Wege festgelegt werden, es ist möglich je nach Kondition, ein, zwei oder alle drei Maare zu umwandern. Steile Aufstiege werden mit wunderschönen Ausblicken belohnt, einzigartige Rastplätze wie die Maarschaukel hoch über dem Gemündener Maar laden dazu ein, die Beine hochzulegen und einen Moment innezuhalten. Auf den Höhen rund um die Maare gibt es noch mehr zu sehen. So kann der 11 Meter hohe Dronketurm auf dem Mäuseberg bestiegen werden, der nach dem Mitbegründer des Eifelvereins benannt wurde. Bei gutem Wetter bietet sich von hier eine Sicht bis zum Hunsrück. Von der Sternwarte auf dem Vulkankegel „Hohe List“ ist es sogar möglich, bis ins Weltall zu schauen. Leider wurde der wissenschaftliche Betrieb eingestellt, aber der Blick ins All ist bei speziellen Führungen und Veranstaltungen weiterhin möglich.

Wer die Maare lieber von unten erkunden will, kann an zwei Stellen ins kühle Nass eintauchen. Sowohl am Schalkenmehrener als auch am Gemündener Maar wurden spezielle Freibäder eingerichtet. 


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