Therapeutische Landschaft GesundLand Vulkaneifel
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Wohltuende Wirkung der vulkanischen Landschaft

„Natur macht gesund“ – an dieser Aussage zweifelt heute wohl niemand mehr. Im Gegenteil: Immer mehr Menschen suchen bewusst die Nähe zur Natur im Urlaub und in der Freizeit. Die wissenschaftliche Herangehensweise an dieses Thema ist die Basis des GesundLand Vulkaneifel, denn die Region bietet mit ihrer unberührten Landschaft, ihren Maaren und Vulkanen und vielen Wäldern dafür beste Voraussetzungen.

  • Am Ufer des Ulmener Maars
  • Saftig grüne Landschhaft
  • Sommerliche Luftaufnahme Holzmaar

Dass bestimmte Landschaften eine besondere Wirkung auf uns Menschen haben, hat wohl jeder schon einmal gespürt. Auch, dass ein Spaziergang an der frischen Luft gut tut und ein Ausflug ins Grüne die Stimmung hebt, würden die meisten von uns bestätigen. An manchen Orten der Erde trifft dieses Gefühl in besonderer Weise zu. Diese Therapeutischen Landschaften sind gekennzeichnet durch eine malerische Natur und ein Angebot an gesundheitsfördernden Einrichtungen.

Erstmals in einen wissenschaftlichen Kontext gebracht wurde das Thema im Jahre 1992 durch den amerikanischen Sozialbiologen Wilbert Gessler. In seinem Aufsatz „Therapeutic landscapes. Theory and a case study of Epidauros“ beschreibt er den wohltuenden Effekt einer naturräumlichen Umgebung auf die körperliche und seelische Verfassung. Zwei wichtige Faktoren müssen laut Gessler dafür gegeben sein:

1. Landschaften mit malerischer Kulisse
2. Landschaften, die durch eine reichhaltige Ausstattung an Gesundheitseinrichtungen gekennzeichnet sind

Erst wenn beide Faktoren gegeben sind, darf man von „Therapeutischen Landschaften“ sprechen. (Gessler 1992)

Das GesundLand Vulkaneifel ist eine solche Therapeutische Landschaft. Natürliche Gegebenheiten wie sanft geschwungene Hügel, grüne Wiesen, Wälder, Heilquellen und Maare werden ergänzt durch ein umfassendes gesundheitliches Angebot von infrastrukturellen Einrichtungen, wie dem Landschaftstherapeutischen Park, dem Achtsamkeits-Pfad Kleine Kyll, oder dem Kurpark Daun, über therapeutische Anwendungen bis hin zur spezialisierten Kliniken.

Es geht bei den Wirkungsweisen einer Therapeutischen Landschaft bei Weitem nicht nur um Therapie, sondern auch um Prävention und allgemeines Wohlbefinden - beides Faktoren, die wichtig sind, um gesund zu bleiben. Nicht erst das Reagieren auf eine Krankheit, sondern schon vorher etwas für die Gesundheit zu tun ist wichtig. Wir können dieses Konzept der sogenannten Salutogenese für uns nutzen und so viele Krankheiten von vornherein vermeiden.

Besonders die mentale Gesundheit und das Wohlbefinden werden bei einem aktiven Aufenthalt in der Therapeutischen Landschaft gefördert. Die Konzentration steigt, die Zufriedenheit nimmt zu, Menschen entwickeln plötzlich ein positiveres Selbstbild und darauf aufbauend mehr Selbstvertrauen. (Gladwell/Brown/Wood/Sandercock/Barton 2013) Bei ADHS-kranken Kindern wurde eine Verbesserung der Symptome beobachtet. (Faber/Taylor/Kuo/Sullivan 2001). Daraus abgeleitet ergibt sich auch eine Verbesserung der körperlichen Verfassung, beispielsweise durch Absenkung des Blutdrucks oder durch Stärkung des Immunsystems (Park/Tsunetsugu/Miyzacki 2010).

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