Pulvermaar in Vogelperspektive
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Pulvermaar

Fast kreisrund, blaues Wasser und mit wunderschönem Buchenwald bestandene, steile Hänge – das Pulvermaar ist ein Maar wie aus dem Bilderbuch! Dabei ist es mit seinen 74 Metern so tief wie kein anderer der einzigartigen Eifelseen und einer der tiefsten Seen in ganz Deutschland.

Dank seines beinahe jugendlichen geologischen Alters von cirka 20.000 bis 25.000 Jahren bietet das Pulvermaar für Geologen ein außergewöhnliches Refugium an sichtbaren Zeugnissen seiner Entstehungsgeschichte. Diese ist eng verbunden mit der Geburt des Strohner Märchens, das zunächst südlich des Pulvermaars durch eine gewaltige Explosion entstand. Infolge eines weiteren Ausbruchs türmte sich der Schlackenkegel Römerberg auf.  Sein Südhang verrutschte mit der Zeit und verfüllte das zuvor entstandene Maar. Zuletzt erschütterte der Ausbruch des Pulvermaar-Vulkans die Erde und bildete einen Trichter, der wohl um die 200 Meter in die Tiefe reichte. Bis zum heutigen Tag wird das Maar von einem nahezu lückenlosen bis zu 20 Meter hohen Tuffwall umgeben, eine morphologische Einzigartigkeit in der Eifel.

Der Trichter des Maares ist heute vollständig mit Wasser gefüllt. Daraus ergibt sich eine Seefläche von rund 377.000 Quadratmetern. Es liegt auf einer Höhe von 418 Metern üNN südöstlich von Daun in der Nähe von Gillenfeld.

Einmalig ist auch die Natur am und im Pulvermaar: Die atemberaubende Vielfalt von Wasservögeln und Libellen lässt die Herzen von Kennern hochschlagen. Um ihren Schutz zu gewährleisten, ist das Baden lediglich im Naturbad Pulvermaar am Ostufer erlaubt. Dafür kann man hier nach Herzenslust im kühlen Nass plantschen, mit Schnorchel und Taucherbrille die Tiefen des klaren Wassers untersuchen, die neue Rutsche hinuntersausen oder seinen Mut bei einem Sprung vom Sprungturm unter Beweis stellen.

Parken:

Am Freibad auf der Ostseite des Maares finden sich zahlreiche Parkplätze, die auch ohne Besuch des Freibades genutzt werden können.


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