Maar im GesundLand Vulkaneifel

Immerather Maar

Tief unten glitzert er, der Maarsee in Form eines Halbmondes mit seinem dicht bewachsenen Ufer. Das Immerather Maar, das mit seinen umliegenden Wiesen und Weiden einen besonderen Reiz ausstrahlt, ist eines der kleinsten Eifelaugen.

Seine spezielle Form erhielt es, als der Oberlauf des zuführenden Baches den Maarboden teils mit angeschwemmten Aschen auffüllte. Noch heute sind aus der Zeit seiner Entstehung vor circa 40.000 bis 70.000 Jahren viele Zeugnisse zu entdecken. So sind die Höhenrücken um den Maarkessel von wenig erodierten Tuff- und Tephra-Ablagerungen bedeckt. 

Dass es heute so ruhig und unberührt daliegt, erscheint den Kennern der Maargeschichte wohl wie Ironie. Denn der Maarsee wurde um 1750 abgelassen und die dadurch entstandene Fläche für landwirtschaftliche Zwecke genutzt. Der fruchtbare Maarboden wurde sogar in Parzellen eingeteilt. Im 1. Weltkrieg kümmerte sich niemand mehr um den Abfluss, der Graben verfiel und das Wasser konnte sich wieder aufstauen.

Heute liegt das Maar 371 Meter üNN, hat eine See-Oberfläche von 60.000 Quadratmetern und ist durchschnittlich 1,50 Meter tief. Am tiefsten Punkt wurden 1,90 Meter gemessen. Da nur noch der Abfluss intakt ist, wird das Maar ausschließlich aus Niederschlag gespeist.

Das Eifelauge bei Immerath ist insbesondere ein beliebtes Angelrevier und Ziel für Erholungssuchende. Ufersaum, Flachmoor und Wiesen bieten wertvolle Rückzugsräume für seltene Vögel, Frösche und Libellen – ein Traum für jeden Hobby-Biologen. Die entschleunigende Wirkung der besonderen Umgebung können Wanderfreunde auch bei einem vollständigen Rundgang um das Maar und einer anschließenden Rast an seinem Ufer erleben. Schwimmen oder andere Wassersportarten sind in dem Naturschutzgebiet jedoch nicht erlaubt.
Wer es sinnlich mag, der kann in der Tastgalerie oder auf dem Barfußpfad den nur einen Katzensprung entfernten Parcours der Sinne erkunden. 

Parken:

Parken können Gäste am besten auf einem speziell ausgewiesenen Parkplatz oberhalb des Maares, von dem ein schöner Weg durch den Maarkessel nach unten führt. Im gleichnamigen Ort Immerath ist der Weg dorthin ausgeschildert. 


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