Maar im GesundLand Vulkaneifel
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Laufeld

Der anerkannte Erholungsort Laufeld liegt unmittelbar am Rande der Lieser. In der architektonisch sehr interessanten Willibrordkirche  (mit altem Wehrturm) befindet sich eine Statue der Luxemburger Madonna. Laufeld bietet seinen Gäste außerdem: DasPuppen- und Spielzeugmuseum mit einer Sammlung alter Puppen und Puppenküchen, den Naturlehrpfad, der dem Besucher die Möglichkeit bietet, sich über das Ökosystem Wald zu informieren, sowie den Maare-Mosel-Radweg. Höhe über NN: 400 m 19 m.

Schon in der Jungsteinzeit (4500 bis 1800 v. Chr.) war unsere Heimat besiedelt. Zahlreiche Funde aus der Jungsteinzeit, Steinzeitgeräte in Altrich, Heckenmünster, Heidweiler, Hetzerath, Landscheid, Niersbach; aber auch auf der Gemarkung Bettenfeld sowie an der kleinen Kyll bei Eisenschmitt/Schwarzenborn deuten darauf hin, dass unsere Heimat schon damals besiedelt war. Aus der Bronzezeit, 1800 bis 700 v. Chr., gibt es Funde in Karl, Oberöfflingen (Brühlweiler), Niederöfflingen und auch in Laufeld. Aus Grabfunden in Laufeld wurden wesentliche Aufschlüsse über die Urnenfelder- und Hallstattkultur (benannt nach einem Gräberfeld bei Hallstatt in der Eifel) aus der Bronze- und Älteren Eisenzeit (bis 450 v. Chr) gewonnen. Die Archäologen sprechen von einer „Laufelder Kultur“.Bereits vor dem Jahre 771 war dem Kloster Echternach durch König Karlmann „Öfflingen“ geschenkt worden. Die Schenkung umfasste nach dem heutigen Kenntnisstand die Gemarkungen von Schladt, Gipperath, Nieder- und Oberöfflingen, Laufeld, Dierfeld, Wallscheid und Pantenburg. Laufeld blieb bis zum 14. Jahrhundert mit dem Kloster verbunden. Ab dem 12. Jahrhundert versuchte das Erzstift Trier in den Luxemburger Machtbereich (Echternacher Besitztümer) vorzustoßen, zu dem das heutige Gebiet der Verbandsgemeinde Manderscheid gehörte. Am Ende des Mittelalters erwarb König Johann von Böhmen und Luxemburg vom Kloster Echternach den „Hof Laufeld“. Die Manderscheider blieben nach kriegerischen Auseinandersetzungen 1346 im Besitz von Hof Laufeld. Im Jahre 1780 begannen Auseinandersetzungen zwischen dem Grafen von Manderscheid und den meisten seiner Untertanen. So verweigerten die Bauern u. a. die Brennholzlieferung, das sprach man auch untereinander ab. von Laufeld übergesiedelt. Nach dem Krieg von 1866 hatte Preußen die Vorherrschaft über Nord-, Ost- und Westdeutschland gewonnen. Erste Spannungen entluden sich im Deutsch-Französischen Krieg (1870/71). Unsere Heimat wurde als Aufmarschgebiet genutzt. Soldaten wurden einquartiert, u. a. in Laufeld (195). Am 18. Januar 1871 erfolgte in Versailles die Ausrufung des Deutschen Reiches. Unserer Heimat entwickelte sich danach sehr rasch. Die Eisenbahnlinie Wittlich - Daun wurde 1910 erstmals befahren, Über die Linienführung der Bahnstrecke Daun - Wittlich war lange Zeit hart gerungen worden. Im Jahre 1907 begannen die Bauarbeiten, im Jahre 1908 war das Pleiner Viadukt als größte und schwierigste Baumaßnahme im wesentlichen fertiggestellt. Am 1. Juli 1910 wurde die Teilstrecke Manderscheid - Wittlich eröffnet. Die Jahre 1921 und 1922 waren extrem schlechte Erntejahre. Die Preußische Staatsregierung half mit der Lieferung von Futtermitteln. Das Jahr 1923 brachte eine galoppierende Entwicklung der Inflationsrate. So kostete Ende des Jahres ein Liter Milch 320 Milliarden Mark. Auch 1924 war die Ernte nicht besser. Die Zahl der Erwerbslosen stieg. Im Oktober 1927 wurde die Erwerbslosenfürsorge in die Arbeitslosenversicherung umgewandelt. Die "Armenkommission Manderscheid", das Sozialamt für die Ämter Manderscheid, Laufeld und Niederöfflingen, musste im Jahre 1927 über 58 Anträge beschließen. Das Jahr 1930 brachte für unseren Raum das Ende der Besatzungszeit. Die ersten Nachkriegsjahre waren eine entbehrungsreiche Zeit. Der Landwirtschaft fehlte gutes Saatgut, Maschinen und Düngemittel. Dazu kam, dass die Ernte des Jahres 1946 schlecht ausfiel. Mit der Währungsreform in den drei westlichen Besatzungszonen erfolgte im Juli 1948 der Start in die neue Zukunft. Es wurde die Deutsche Mark eingeführt. Es gab Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Es wurde geschafft und geschaffen. Traktoren und moderne Bewirtschaftungsgeräte hielten Einzug. Große Mittel wurden in den Wegebau investiert. Neue Spritzenhäuser entstanden, Neubaugebiete wurden erschlossen, die Kanalisation und das Wasserversorgungsnetz wurden erneuert. Schulen und Kindergärten entstanden, Sportplätze und Turnhallen wurden gebaut. Eine Aufnahme Ende des Jahres 1964 aus der Schulchronik von Oberöfflingen, die diese Entwicklung bestätigt: 27 Schlepperbesitzer, 8 Ernte- und Ladewagen, 20 Familien mit einem Auto, 15 Familien hatten einen Fernseher, 23 Personen fuhren als „Pendler“ täglich zur Arbeitsstelle. Laufeld entwickelte sich schließlich zu einem schmucken Dorf und zum anerkannten Erholungsort.


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