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Großlittgen

Als staatlich anerkannte Fremdenverkehrsgemeinde hat die Ortsgemeinde Großlittgen und Umgebung für seine Besucher und Gäste viel zu bieten. Mittelpunkt als kulturelles Zentrum der Vordereifel die Abtei Himmerod mit dem einzigartigen barokkon "Eifeldom" und er 1998 neueröffneten Begegnungsstätte "Alte Mühle". Kulturelles Zentrum aufgrund der anspruchsvollen Veranstaltungsvielfalt, wie z.B. Konzerte, Seminare, Ausstellungen und vieles mehr. Auch der neue Premiumwanderweg „Eifelsteig“ führt unmittelbar durch die Gemarkung Großlittgen.

Der Ort wurde im Jahr 912 als Lutiaco erstmals urkundlich erwähnt. 1134/35 gründete Bernhard von Clairvaux bei dem Ort die Zisterzienserabtei Himmerod. Während der Koalitionskriege geriet Großlittgen ab 1794 unter französische Herrschaft. 1802 wurde die Abtei aufgelöst. 1814 wurde der Ort auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Im Jahre 1922 wurde das Kloster Himmerod durch deutsche Zisterzienser-Mönche aus der Abtei Marienstatt im Westerwald neu gegründet. Himmerod ist das 14. Tochterkloster von Clairvaux und die erste Bernhardsgründung in Deutschland, zu der hl. Bernhard Abt Randulf und eine Gruppe Mönche aussandte. Aus dieser Zeit sind uns noch der Stab des Randulf und Säulenreste des ersten romanischen Klosters erhalten, die uns eine Vorstellung des Baus erahnen lassen, den der Architekt und Novizenmeister von Clairvaux, Achard, hier errichtete. Himmerod wurde im 12. Jh. das "Kloster der Heiligen" genannt, mit 74 Namen seiner Mönche im Heiligenverzeichnis des Ordens. Das Kloster gründete seinerseits Heisterbach bei Bonn. Von dort aus wurde Marienstatt im Westerwald gegründet, das in der neuen Geschichte 1922 die kirchenrechtliche Wiederbegründung der ehrwürdigen Stätte übernahm. Trappisten aus Mariastern/ Banjaluka hatten sich hier 1919 an dieser – neben Eberbach einzigen deutschen – Bernhardsgründung niedergelassen. In  aufopferungsvoller Weise wurden die alten Gebäude wieder hergestellt, der Kreuzgang des Orvaler Zisterzienserbruders Gabriel Simon im Stil nachlebender Gotik des 17. Jh. im Trierer Raum und in den 1950er Jahren die imposanteste Barockhallenkirche des Rheinlands von C. Kretschmar. 1934 wurde die Tochtergründung Itaporanga in Brasilien nach Plänen von Prof. Boßlet errichtet. Die weitläufigen Gebäude Himmerods dienten der Aufnahme von ca. 80 Mönchen in den 30er Jahren, im Krieg als Lazarett Hunderten von Verwundeten und Flüchtlingen, heute den "vielen Gästen, die dem Kloster nie fehlen" zu Tagen der Besinnung, Erneuerung und Teilnahme am Leben des Konvents sowie zu den zahlreichen kulturellen Veranstaltungen wie z.B. den bekannten Orgelkonzerten, den Emailkursen und den Himmeroder Nächten. Mit dem Museum "Alte Mühle" hat sich eine herausragende Kultureinrichtung in Himmerod etabliert.


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