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Niederöfflingen

Die Geschichte Niederöfflingens reicht zurück bis 785, als Karl der Große die "villa ... Officinus" (Niederöfflingen) der Abtei Echternach schenkte. Bereits im Jahre 1179 verzichtete die Abtei Echternach auf ihren Besitz Niederöfflingen zugunsten des Erzbischofs Arnold von Trier. Damit war der Ort kurtrierisch. Niederöfflingen wurde dem Amt Manderscheid zugeteilt und war Teil des Hochgerichtes von Obermanderscheid.

Nach den Steuerlisten des Jahres 1702 waren in Niederöfflingen zu Beginn des 18.Jahrhunderts in 18 Häusern 20 Familien ansässig. Im Vergleich zum Jahre 1563 hatte sich die Folge der Einwirkungen der Kriege des 17.Jahrhunderts die Anzahl der Häuser um 6 verringert. In den Revolutionskriegen (1792 - 1794) eroberten die Franzosen die Eifel. Nach französischem Vorbild wurden Departments als Verwaltungseinheiten geschaffen, die wiederum in Arrondissements und Kantone eingeteilt wurden. Am 30. Juli 1802 entstand die Bürgermeisterei Niederöfflingen, zu der die Orte Niederöfflingen, Gipperath, Greimerath, Hasborn, Ober- und Niederscheidweiler, gehörten.1814 endete die französische Zeit in der Eifel. Diese wurde als Resultat des Wiener Kongresses im Jahre 1815 Preußen zugeteilt. Luftaufnahme von Niederöfflingen um 1950. Die von den Franzosen eingeführten Gemeindeordnungen hatten aber noch etwa 30 Jahre Bestand, ehe sie im Jahre 1845 von der preußischen Gemeindeordnung abgelöst wurden. Auch die von Napoleon eingeführten Standesamtsregister (Tauf-, Heirats- und Sterberegister) wurden von der neuen Verwaltung weitergeführt. Die Bürgermeisterei Niederöfflingen, später Amt Niederöfflingen, bestand bis 1934. In diesem Jahr wurden die Ämter Laufeld und Niederöfflingen aufgelöst und mit dem Amt Manderscheid vereinigt. Mit dem Einmarsch der US-Soldaten im März 1945 ging die Zeit des Dritten Reiches in Niederöfflingen zu Ende. Die letzte große Verwaltungsreform, die im Jahre 1968 eingeleitet wurde, führte zur Eingliederung des Ortes in die heutige Verbandsgemeinde Manderscheid. Seit den 70er Jahren wurden als Anbau an die alte Schule eine moderne Mehrzweck-Gemeindehalle errichtet, drei Neubaugebiete erschlossen, ein Dorfplatz mit Brunnen erstellt und die Donatusstraße als Ortsdurchfahrt neu gestaltet und ausgebaut. Durch die Gemarkung verlaufen die Mountainbike-Strecken "Alfbach" und "Wittlich Landesblick", sowie die Tour 3 Manderscheid (Burgen-Schluchten-Maare) des VulkanBike Trailparks. An der Lambach entlang gelangt man zu Fuß an die Lieser, der man auf dem Wanderweg "Lieserpfad" des Eifelvereins nach Daun oder Wittlich folgen kann. Der Hauptwanderweg 16 (Ost-West-Wege) des Eifelvereins, der Mosel-Our-Weg, zwischen Alf (Mosel) und Ourstausee/Bivelser Steg führt mitten durch die Ortslage. Auf der Devon-Route, einer der drei GEO-Routen der Region Manderscheid, lassen sich die Zusammenhänge unserer Natur-, Kultur- und Erdgeschichte erwandern.


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