Maar im GesundLand Vulkaneifel
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Hasborn

Ferienort unmittelbar am Maare-Mosel-Radweg gelegen. Der Ort auf den Höhen der Vulkaneifel wurde erstmals 1341 in einer Urkunde des Kurfürsten Balduin erwähnt. Der Ortsname wird so gedeutet: Born bedeutet Quelle, Hasso ist ein fränkischer Name – also heißt Hasborn soviel wie „die Quelle des Hasso“. Höhe über NN: 370 m.

Das Dorf entwickelte sich aus einem Hof, den jener Franke nahe der ehemaligen Schmiede, die ursprünglich (bis 1775) eine Kirche war, anlegte. An diesem Brunnen führte einer alte Römerstraße vorbei, die Spuren sieht man heute noch an dem tief eingeschnittenen Hohlweg, der "Holg" heißt. Der Hof des Hasso könnte insofern auch eine Wirtschaft gewesen sein, in der Reisende rasteten oder die Pferde wechselten. Denn auch in späteren Zeiten wurden in Hasborn, beim heutigen Hotel Thomas, die Pferde der Postkutschen, die auf der Strecke Koblenz-Trier fuhren, gewechselt. Ein Ursprung von Hasborn liegt vermutlich auch in dem untergegangenen Dorf Ritzeroth, das in einem Seitental des Sammetbaches an der heutigen Straße nach Oberscheidweiler gelegen haben soll.Die Existenz dieses Dorfes ist nur mündlich überliefert, es dürfte im Mittelalter an der Pest ausgestorben sein. Nur noch der Flurname "Reizat" erinnert an dieses untergegangene Dorf. Ab 1794 stand Hasborn unter französischer Herrschaft, 1814 wurde der Ort auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Im Sammetbachtal zwischen Hasborn und Oberscheidweiler liegt direkt am Ufer des Sammetbach der Hasborner Sauerbrunen, eine in devonischen Gesteinen austretende und gefasste Quelle. Das Quellwasser ist braun gefärbt und schmeckt säuerlich. Für die Färbung ist gelöstes Eisen und für den Geschmack Kohlendioxid vulkanischen Ursprungs verantwortlich. Der Eichenhain, ein in Deutschland einzigartiger, fast 400 Jahre alter Eichenbestand in der Ortsmitte von Hasborn, ist der Überlieferung nach während des Dreißigjährigen Krieges entstanden, als marodierende Banden es den Bauern unmöglich machten, die Schweine zur Waldweide in die umliegenden Eichenwälder zu treiben. Statt dessen sammelte die Dorfbevölkerung die Eicheln im Wald zusammen und schütteten sie anschließend am Ortsrand den Tieren als Futter aus. Einige Früchte sollen dabei von den Vierbeinern in den Boden eingearbeitet worden sein, sodass sich Keime und Schösslinge entwickeln konnten. außerdem Sehenswert: Der Schanzley ist ein steiler Fels hoch über dem Sammetbachtal, tief im Wald gelegen und daher schwierig zu finden. An der Grenze zu Willwerscheid befindet sich die stillgelegte Kupfergrube Neuglück. Der Zugang ist durch eine Gittertür im Berg versperrt, der Stollen ist aber einsehbar. Alte Rochuskapelle, Neue Kirche Sankt Rochus, In Hasborn befindet sich der Wertholzlagerplatz der Landesforsten Rheinland-Pfalz. Auf einer großen Fläche werden alle Werthölzer aus dem weiten Umkreis zum Zwecke der Besichtigung und der Versteigerung gelagert. Der Weg zum Wertholzlagerplatz zweigt von der Straße nach Niederöfflingen bzw. dem Maare-Mosel-Radweg ab und ist beschildert. In Hasborn befinden sich eine der größten Photovoltaikanlagen von Rheinland-Pfalz. Auf einer Fläche von 23 Hektar wurden 2008 modernste Elemente installiert, direkt neben dem Wertholzlagerplatz.


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