Willkommen im Gesundland Vulkaneifel

Im Büro: Vermessung unter der Erde

Ihr habt es vielleicht schon über die Zeitungen mitbekommen – in Ulmen geht’s endlich vorwärts in Sachen Römerstollen. Die Vermesser waren da und wir wissen etwas mehr.

Kurz etwas zum Projekt: Schon viele Jahre gibt es in Ulmen den Wunsch, den sogenannten Römerstollen zwischen Maar und Jungferweiher für Besucher öffnen zu lassen. Er verläuft unter der Autobahn durch vulkanisches Gestein hindurch und wird momentan vom Kreiswasserwerk Cochem-Zell zur Regulierung des Wasserstandes des Ulmener Maars genutzt. Denn aus diesem wird Trinkwasser für einen großen Teil der Wasserversorgung des Landkreises entnommen. Das heißt vom Jungferweiher wird durch den Stollen hindurch Wasser zum Maar geleitet. Ihr könnt Euch vorstellen wie nass und düster es dort drinnen ist…

Aber auch faszinierend!! Alle Fachleute, Touristiker wie Geologen schwärmen von den Möglichkeiten. Denn den Stollen durchgängig machen, heißt eine Verbindung von zwei Maaren (dem jüngsten und einem der ältesten) durch die Auswurfmassen hindurch schaffen. Dies wäre nicht nur aus geologischer Sicht eine Wahnsinns-Attraktion und mit dem richtigen Marketing ließen sich zweifelsohne Touristen aus aller Welt locken. Ein Geologe, mit dem wir im letzten Jahr bereits den Stollen besucht haben, war total begeistert und hielt das Projekt für sehr zukunftsträchtig.

Ob der Römerstollen irgendwann für Besucher zugängig gemacht werden kann, steht jedoch noch in den Sternen. Ein erster Schritt auf dem Weg dahin war nun die Vermessung. Endlich wissen wir genau wie lang er ist, an welchen Stellen wie hoch und breit. Besonders interessant war für alle Beteiligten jedoch die Vermessung des oberen Bereichs. Dieser wurde wahrscheinlich Anfang der 1980er Jahre zugeschüttet, zu häufig hatten Kinder im nassen Stollen gespielt und sich in Gefahr gebracht. Wie es aussieht ist dieser zugeschüttete Bereich, der ja frei geräumt werden müsste, um einiges kürzer als bislang befürchtet.

Als nächste Schritte im Projekt warten wir nun ein paar behördliche Stellungnahmen ab, um dann hoffentlich noch im Frühjahr die so genannte geotechnische Beurteilung in Auftrag geben zu können. Bei dieser wird die Gesteinsbeschaffenheit im Stollen geprüft und darauf aufbauend eine erste Schätzung abgegeben, was denn nötige Sicherungmaßnahmen und die Freilegung kosten würden. Danach sehen wir weiter – wir halten Euch auf dem Laufenden!

Hier noch ein paar Eindrücke von den Vermessungsarbeiten:

 

 

 

 

 

 

 

Kategorie GesundLand Team im Büro
Tags , .

Ein Kommentar zu Im Büro: Vermessung unter der Erde

  1. David Müller schrieb:

    Vielen Dank für den Beitrag. Neulich habe ich mich mit einem Freund über die Bauwerksvermessung unterhalten. Er studiert Bauingenieurwesen und ist momentan im dritten Semester. Erst vor Kurzem hatten die eine Exkursion, wo die Vermessung unter der Erde stattfand.

Schreibe einen Kommentar zu David Müller Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.