Willkommen im Gesundland Vulkaneifel

Unterwegs: Schäfer Markus unterwegs in der Vulkaneifel

Mit dem netten Schäfer Markus Dietz komme ich schnell ins kollegiale Gespräch, nachdem wir beide festgestellt haben, dass wir in grünen Berufen arbeiten. Aber erst mal will ich schätzen, wie groß die Herde ist.

Heike Boomgaarden und die riesige Schafsherde in Meerfeld

Blick vom Aussichturm Landesblick auf die riesige Schafsherde

Ich schaue, zähle, schätze. Dann sag ich zu Markus: 500! Gar nicht so schlecht für einen Nicht-Schäfer, sagt er. Es sind nämlich genau 630 Tiere! Ich bin beeindruckt. Und die betreust Du ganz alleine! Ja meistens, sagt er, aber ich habe ja noch drei fleißige Mitarbeiter, ohne die geht gar nichts: Hexe, Paul und Franz.

Tolle Tiere, mit einem guten Wesen, das sieht man den Hunden direkt an. Das muss auch so sein, sagt Markus, denn ich muss mich voll auf sie verlassen können als Wanderschäfer, wenn ich öffentliche Wege benutze oder eine Straße überquere. Ein lauter, klarer Befehl, und Franz zeigt was er drauf hat: In Windeseile sammelt er ein paar Schafe, die sich während unseres Gespräches heimlich aus dem Staub gemacht haben und fröhlich auf Nachbars Acker grasen wieder ein und bringt sie zur Herde. Franz hat es mir angetan. Dieses offene Wesen, der klare Blick. So einen könnte ich gebrauchen, das wäre ein toller Partner für meinen treuen Teddy, ein alter Mischlingsrüde. Markus lacht verschmitzt, das glaub ich, aber Franz ist absolut unverkäuflich, für kein Geld der Welt gäbe ich den her. Recht hat er!
Wir unterhalten uns noch lange über alte Hunderassen, die nicht überzüchtet sind, das harte Los eines Wanderschäfers, höhere Kosten und fallende Preise für dieses wertvolle und gesunde Lammfleisch. Zwei Eindrücke nehme ich mit: Markus sagt, trotz aller Probleme und zunehmenden Schwierigkeiten, er hat als Schäfer den schönsten Beruf der Welt und für kein Geld der Welt wollte er tausche. Und dabei strahlt er eine unglaublich warme Zufriedenheit aus! Wie viele Menschen können das von Ihrem Beruf, ihrem Leben sagen? Wie schön! Und heute Abend esse ich Lammfleisch, aber Lammfleisch aus der Region. Von Schafen, die den ganzen Sommer draußen sind und von so tollen Menschen betreut werden, wie Markus. Und durch unsere eigene Konsumentscheidung können wir das mitbestimmen! Danke Markus, ich drück Dir die Daumen, dass Du alle Deine Schafe gut über den Sommer behütest

Über Heike Boomgaarden

Nomen est Omen. Der grüne Daumen wurde mir im Grunde schon durch meinen Nachnamen Boomgaarden in die Wiege gelegt. Geboren am 08.12.1962 in Wiesbaden und aufgewachsen in Bad Soden, begann ich nach meinem Abitur bei der Landwirtschaftlichen Entwicklungsabteilung der Höchst AG meine Ausbildung als Obstbauerin. Nach einem Auslandsaufenthalt in verschiedenen Gemüsebaubetrieben, packte ich mein Gartenbaustudium 1985 in Geisenheim an. Direkt nach meinem Abschluss begann ich mit dem Aufbau meines Ingenieurbüros, parallel zur Familienplanung. Heute bin ich als Garten- und Pflanzenexpertin in der ARD und im SWR, sowohl im Radio als auch im TV, auf Sendung. Zudem gebe ich in vielen Printmedien Tipps zu allen grünen Themen. Die Natur mit all ihrer Schönheit, Kraft und Vielfalt wieder in das Interesse der Menschen zu stellen, darin liegt der Hauptschwerpunkt meiner Arbeit. Denn das Wesentliche in einer Zeit der absoluten, doch in Frage gestellten, Hochzivilisation und vielfältigen Stressfaktoren, ist die Natur. Die Natur lässt sich nicht beschleunigen, sondern nur betrachten. Das Bewusstsein für Zeit relativiert sich und dieses in einer immer hektischer werdenden Außenwelt. Was kann es Schöneres geben, als sich auf den Weg zu machen, durch die Natur zu wandern, zu radeln oder an lebendigen Orten zu meditieren. Sich von der Natur entlasten zu lassen. Einfach Psyche, Geist und Körper wieder in Einklang zu bringen. Ich bin begeistert von der Idee des GesundLand Vulkaneifel, eine ganze Region die sich die ursprünglichen Lebenskraft der Erde und Natur besinnt. Heike Boomgaarden
Kategorie GesundLand Team unterwegs
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